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das war...

... Die lange Loriot-Nacht "Ich mach uns ein paar Schnittchen" 2009 (DST)
... Loriot-Programm "Die Ente bleibt draußen!" 2008 (Dudweiler Statt-Theater)
... STUMM - Das Musical im Musicalprojekt Neunkirchen 2009 und 2010
... Lysistrate im Musicalprojekt Neunkirchen 2007 und 2008
... Hotel Lobby 20:30 im Neunkircher Musicalprojekt 2006 (Michael Siryj's Seite)
... Loriot-Programm "Danke, das wars" 2006 (Dudweiler Statt-Theater / DST)
... Pinocchio (Kulisse Neunkirchen)
... Marilyn-Programm mit Heike Sutor und Achim Schneider 
... Merlin im Neunkircher Musicalprojekt 2004
... Novecento
... Pierre im Neunkircher Musicalprojekt 2003
... ein paar meiner bisherigen Rollen
... Regiearbeiten
      einfach runterscrollen...
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Saarbrücker Zeitung, 20.08.2007


Neues Neunkircher Musical-Projekt bürstet den antiken Stoff gegen den Strich

Neunkirchen.
Mit nicht enden wollendem Applaus bejubelten die Neunkircher am Freitagabend im Gebläsehaus auf dem alten Hüttenareal die Premiere „ihres“ neuen Musical-Projekts. Zu Recht! Mit „Lysistrate“, einer Neubearbeitung von Aristophanes pazifistischer Komödie vom weiblichen Sexstreik für den Frieden aus dem alten Athen, ist dem ambitionierten Amateur-Ensemble unter Profi-Leitung erneut ein imposanter Wurf gelungen. Geradezu spartanisch das Bühnendekor: ene endlos breite Treppe. Zum Auftakt Leichenberge, dann jubelnde Athener –Schlag auf Schlag folgen über diese Akropolis-Stufen die Überraschungsauftritte, die Kontrast-Szenen in diesem dreistündigen, zunehmend tolldreisteren Spektakel, das aus der Triebnot beider (!) Geschlechter ein Feuerwerk komischer Funken entzündet.


Martin Leutgeb (Text und Gesamtleitung) und Dieter Meier (Text und Regie) haben die Antike mit derber Comedy aufgefrischt. Überbordend ihre Ideenfülle. Rund um die Strategin Lysistrate, ernsthafter, ruhender Pol des Treibens (Heike Lismann-Gräß), gerieren sich die Athenerinnen wie die etwas dümmlichen Hausfrauen aus heutigen TV-Seifenopern. Ihre Männer, die sich den glorreichen Kampf fürs Vaterland gegen die Spartaner so schnell nicht nehmen lassen wollen, hängen beim „Griechen“ um die Ecke auf Bierkisten ab, um ihren Frust zu ertränken.

Mühelos manövrieren Leutgeb und Meier die rund 150 stimmstark singenden, tanzenden, spielfreudigen Akteure über die Bühne. Prima auch, wie sie es schaffen, dass sich trotz der Masse eine Vielzahl von Darstellern dank solistischer Einlagen als individuelle Typen einprägen. Wenn auch bei den Balladen etwas sehr schlager-schnulzig, so sind die stimmungstragenden Songs aus der Feder von Amby Schillo und Andreas Puhl (musikalische Gesamtleitung) doch sehr vielfarbig gelungen. sbu

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Saarbrücker Zeitung, 21.08.2006


Von SZ-Mitarbeiterin Kerstin Krämer
Musical-Projekt Neunkirchen zeigt „Hotel! Lobby, 20:30“ – 170 Akteure Theater-, Tanz- und Musik-begeisterte Amateure, die unter professioneller Leitung professionelle Leistung erbringen – das ist das Musical Projekt Neunkirchen. In diesem Jahr wird „Hotel! Lobby, 20:30“ gespielt.

Neunkirchen. Unter Beteiligung von nunmehr 170 Akteuren, davon allein 40 neu hinzu Gewonnene, wuchtete das Mammut-Unternehmen nun am Freitag im vierten Jahr seines Bestehens eine Uraufführung auf die breite Bühne der Gebläsehalle im Alten Hüttenareal: Das Musical „Hotel! Lobby, 20:30“. Geschrieben und choreografiert hat's die Musicaldarstellerin Ellen Kärcher, für musikalische Gesamtleitung und selbst komponierte Titel mit Ohrwurmqualität zeichnen Amby Schillo und Andreas Puhl verantwortlich. Inszeniert wurde es von Regisseurin Ela Otto, die gleich noch Bühne und aufwändige Kostüme mit übernahm, und als künstlerischer Gesamtleiter wachte wieder Schauspieler Martin Leutgeb über das gut drei Stunden dauernde Endprodukt. Das zeigt uns einen Tag mit Menschen im Hotel: Rechts eine Sitzgruppe, dahinter die wie am Schnürchen marschierende Band, die leider oft zu laut loslegt, so dass die Texte untergehen. In der Mitte ein Aufgang, von Glühbirnen gesäumt, so dass er für das große Gala-Finale gleich als Showtreppe präpariert ist, links davon die zur Hotelbar umfunktionierbare Rezeption und ein Drehkreuz-Eingang.

Das Haus brummt wie ein Bienenstock, was hübsch miteinander verknüpfte Nebenschauplätze eröffnet: Ein prolliger Damenkegelverein, Wellness-Ladies, Juwelendiebe und shoppingfreudige Teenager, Prostituierte, Rockmusiker, Stepptanzgruppe und die komplette Hotelbelegschaft – das speist diverse Massenszenen, bei denen der Witz im Detail liegt. Auch die bis in die Statisterie hinein aufmerksame Schauspielerführung gefällt. Was macht's da, dass die Charaktere Klischees ausschwitzen, mancher Songtext schwülstige Blasen wirft und die Hauptthemen Liebe und drohender Verlust des Arbeitsplatzes auf dem Niveau einer Telenovela abgehandelt werden?

Natürlich entpuppt sich die zickige Assistentin des Chefs als ganz nettes Mädchen, in der Genre-üblichen pathetischen Offenbarungsarie. Und natürlich raufen sich alle zusammen, um mit einer glamourösen Gala das Hotel zu retten. Doch ist dieses lange Ende Stärke und Schwäche zugleich. Denn die Show aus Las Vegas meets Bollywood ist zwar fabelhaft, vor allem der hervorragend choreografierte indische Tanz, die beeindruckenden (Solo-)Gesangsdarbietungen von Swing bis Soul und die Magie-Show, bei der Siegfried & Roy vor Neid erblassen würden. Doch scheint's, als ob diese geballte finale Demonstration der Leistungsfähigkeit eines mit stehenden Ovationen gefeierten, wirklich großartigen Ensembles darüber hinweg täuschen solle, dass die handlungstragende Puste ausgegangen ist. 

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Saarbrücker Zeitung, 18.11.2005


von SZ-Mitarbeiterin Kerstin Krämer

Loriots "Dramatische Werke" setzte das Dudweiler Statt-Theater zum Abschied von seiner traditionellen Bühne gewohnt gekonnt in Szene. Das Ensemble wechselt ins Scala.

"völlig ausverkauft ... seit zwei Wochen völlig ausverkauft" (Die Opernkasse)Dudweiler. Dürfen Riesenschnauzer in die Oper? Ist es möglich, Kosakenzipfel zu halbieren? Sind ausländische Campingplätze weniger gepflegt als deutsche? Und wer vermündelt eigentlich die unsicheren Kleinsparer? Die Antworten, in der richtigen Reihenfolge: Nein, selbst wenn sie noch so süß sind - nein - alles eine Frage der Etikette - kein Mensch weiß es. "Ach was?" "Doch, doch!", so ist es. Genau analysiert hat diese existenziellen Probleme der Menschheit Loriot alias Vicco von Bülow, der anhand von Missgeschicken oder kleinen Schwächen die immanente Komik des Alltags zur entlarvenden Groteske verzerrt. Steht alles geschrieben in seinen "Dramatischen Werken", kurzen Sketchen, die eben wegen ihrer knackigen Dauer angenehmer zu konsumieren sind als Bühnenwerke älteren Entstehungsdatums, weil sie, so die Erläuterung des Autors, dem biologischen Rhythmus von Menschen und weißen Mäusen perfekt angepasst sind. Wer kennt sie nicht, diese kleinen Dramen des Alltags, entweder in Cartoon-Form mit den liebenswerten Knollennasen-Männchen, die sich weigern, fremde Enten in ihrer Badewanne zu Wasser zu lassen. Oder aus der filmischen Realisierung mit dem Meister selbst und der unnachahmlichen Evelyn Hamann als Partnerin.

Diese Bilder also hat man im Kopf. Und dagegen auf der Bühne anzuspielen beweist Mut. Das Dudweiler Statt-Theater hat es gewagt - und gewonnen.

"es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur...." (Vertreterbesuch)Auch dass man den Inhalt meist schon auswendig kann, tut dem Amüsement keinen Abbruch, dann röchelt man halt aus Vorfreude. Und am Ende dieser rund dreistündigen letzten Produktion, mit der sich das Ensemble von seiner Spielstätte am Brennenden Berg verabschiedet (wir berichteten), ging ein asthmatisches Pfeifen durchs Publikum, das sich die Bronchien wund gelacht und das Make- up komplett dem Taschentuch anvertraut hatte. Rappelvoll war's am Freitag, als das mit teils glänzenden Leistungen aufwartende Ensemble sich in spießige Klamotten und Perücken warf, aber schnödem Kopieren abschwor. Und den Vorhang noch einmal aufgehen ließ: Für Herrn und Frau Hoppenstedt (Dieter Meier, Sonja Schuler) und das Ehepaar Pröhl, deren Campingfreundschaft am Zerteilen besagten Zipfelchens zerbricht. Für den Lottogewinner Erwin Lindemann (Robert Hartmann), für übergeschnappte Politessen (Rita Spies), für Klaviere aus Amerika bejubelnde Enkel (Silvana Berwanger, Rita Malcharek), für hopsende Bettenkäufer (Gerd Ahrends, Achim Schmidt), für Direktor Meltzer, der sich mit Sekretärin Renate an der Liebe im Büro versucht. Und für Vertreter Blühmel, der die Hausfrau zum geselligen Weinpröbchen nötigt, während Kollege Jürgens (Björn Hary) den Staubsauger anwirft - ein absoluter Höhepunkt, für den das Produkt einer renommierten Firma tatsächlich zum tadellos in zwei Richtungen funktionierenden Saugblaser Heinzelmann umgebaut wurde.
Köstlich. "Danke, das war's." Und auf Wiedersehen in der Scala.
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Saarbrücker Zeitung, 5.12.2005


Ensemble des Theater- und Spielvereins die Kulisse feierte mit Pinocchio Premiere im Bürgerhaus
von sz-redaktionsmitlgied benjamin dietrich

Wie eine hölzerne Puppe zu einem lebendigen Jungen wird, konnten gestern Kinder im Bürgerhaus sehen. Der Theater- und Spielverein die Kulisse feierte Premiere mit dem Stück Pinocchio.
Neunkirchen. Sie schrien, die Kinder, die gestern mit ihren Schulklassen im Bürgerhaus waren. Einen gute alten Bekannten, den sie aus ihren Märchenbücher kennen, und der auf der Bühne stand, versuchten sie mit ihren Rufen zu warnen. Pinocchio (Gabriel Schneider) ist in einer brenzligen Situation. Der hinterlistige Fuchs (Anette Burckhardt-Walsch) versucht mit seinem Kompagnon, der Katze (Constanze Baus) den hölzernen Jungen mit einem Messer zu erstechen. Aber die Fee Pina (Heike Sutor) und die Grille (Christina Krämer) als Freund und Diener Pinocchios retten ihn in letzter Minute. Die Kinder sind erleichtert. Im Saal des Bürgerhauses wird es wieder stiller. Nur vorübergehend. Denn die Inszenierung des italienischen Märchens Pinocchio vom Theater- und Spielverein die Kulisse sorgte bei der Premiere gestern in regelmäßigen Abständen für Spannung bei den kleinen Besuchern.

Pinocchio ist begierig, will spielen und Abenteuer erleben. Während seiner Ausflüge in der großen weiten Welt gerät er immer wieder in Schwierigkeiten, wird vom Hühnerbauern (Christoph Felix Neumann) gefangen genommen, dem fetten Männlein (Barbara Georg) aus dem Spielzeugland verführt und von den Ganoven Fuchs und Katze erpresst. Sein Schöpfer, der arme Schreiner Gepetto (Dieter Meier) ist krank vor Sorge um seinen Pinocchio. Er begreift sich als sein Vater. Deshalb schenkt er ihm Aufmerksamkeit, Zuneigung und vor allem eines: Liebe. Um genau die ging es dem Kulisse-Ensemble bei seiner Aufführung besonders. Darum brachte man auch das Stück nicht im Original auf die Bühne, sondern in einer neuen Fassung. Der Anfang der Geschichte wurde von Christian Borscheid umgeschrieben, so dass die Kernfrage des Stückes, wo die Liebe zwischen den Menschen geblieben ist, im Raum stand. In 90 Minuten gaben die Darsteller mit ihrem überzeugenden Spiel, das durch Gesangseinlagen abgerundet wurde, die Antwort. Pinocchio kehrt nach seinen abenteuerlichen Ausflügen wieder nach Hause zu Gepetto zurück. Der ist überglücklich, seinen Sohn, wieder im Arm halten zu können. Und das als richtiger Menschenjunge aus Fleisch und Blut. Denn während seiner abenteuerlichen Ausflüge hat Pinocchio der Fee Pina bewiesen, dass er ehrlich, aufrichtig und gehorsam ist. Weil er sich benommen hat, wie es sich für einen richtigen Jungen gehört, hat die Fee Pinocchio ihn in einen Menschen verwandelt.
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Saarbrücker Zeitung 14.11.2005


Ein gelungener Monroe-Abend im Kulturbistro Malzeit
Saarbrücken. Sie war die Leinwandgöttin der 1950er Jahre: Marilyn Monroe. Ob als unablässig fotografierte Sexbombe, wie man das damals nannte, als Filmstar oder mit ihren augenzwinkernden Gesangseinlagen – die Monroe war omnipräsent. Als Komödiantin in einigen wirklich großen Rollen und als Frau, die nicht zuletzt an ihrem Image zerbrach, ist Marilyn seit ihrem frühen Tod anno 1962 (mit nur 36 Jahren) unvergessen. Zu „Marilyn Monroe – Mensch und Mythos“ luden nun Heike Sutor, Dieter Meier und Achim P. Schneider am Freitag ins gut besuchte Kulturbistro Malzeit.

Auch wenn man vom Kopieren generell wenig hält – zumal bei einer wie Marilyn, die unnachahmlich war – , so muss man Heike Sutor dennoch attestieren, dass sie ihren Bühnenjob mit den Monroe-Songs besser macht als viele andere vor ihr. Mit ihrer warmen Stimme bringt Sutor sehr gut diese für die Monroe typische verführerische Unschuld rüber. Sie wispert lasziv, beherrscht nicht schlecht den Monroe-Hüftschwung und andere Accessoires. Und bei manch romantischer Melodie bekam ihre Darbietung eine ganz eigene, anrührende Intensität. Sutor äfft eben nicht nach, sondern liefert ihre Interpretation. Mit druckvoll rollendem Piano verpasste Achim Paul Schneider den im Original meist fett arrangierten Evergreens von „Diamonds are a girl's best friend“ bis „River of no return“ den unverzichtbaren Swing.

Ein dickes Plus atmosphärischer Dichte war schließlich auch Dieter Meiers Rezitation zu verdanken: Er las aus Guus Luijters Buch „Marilyn“ und war vom ersten Augenblick an Marilyn. Ohne Schminke und Sich-Verstellen. Meier schenkte den teils naiv-ehrlichen, teils lebensklugen Zitaten dieser verletzlichen Frau, die via Kamera der „langweiligen Welt“ entfliehen und „großartig“ sein wollte, eine verblüffende Authentizität. uhr
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Saarbrücker Zeitung 13.06.05


Musical "Linie 1" in der Dudweiler Scala: Umjubelte Aufführung des Statt-Theaters

Eine junge Frau kommt an in Berlin. In der U-Bahn-Linie 1 lernt sie Typen kennen, die ihr nie zuvor begegnet sind und die ihr eigentliches Reiseziel fast vergessen machen. So beginnt ein Musical-Abenteuer, das die Dudweiler Scala neu hat aufleben lassen. Und alle sind sich einig: Es war ein voller Erfolg in einer krachneuen Spielstätte. Herausragend einmal mehr: Ensemble-Mitglied Dieter Meier. von sz-mitarbeiter johannes kloth

Saarbrücken. Ganze 23 Jahre lag es brach, das ehemalige Scala-Kino in Dudweiler. Nun soll es zum neuen Kulturzentrum der Gemeinde erblühen (wir berichteten). Und weil der neoklassizistische Saal in der Saarbrücker Straße 267 im Moment noch "liebevoll unrenoviert" dasteht, wie es in der Infobroschüre des neu gegründeten Vereins "Dudweiler Scala e.V." formuliert heißt, hat man sich vorgenommen, mit der Veranstaltungsreihe "Kultur in der Baustelle" erst einmal Appetit auf das neue Kulturzentrum zu wecken. Für das Ensemble des Dudweiler Statt-Theaters die Gelegenheit, das Berliner Erfolgs-Musical "Linie 1" nun an künftiger Spielstätte zur Aufführung zu bringen. Die Premiere wurde am Freitag vor gut besuchtem Haus ein voller Erfolg.

Berlin in den 80er Jahren: Eine junge Frau aus der Provinz ( Ina Deckert ) ist auf der Suche nach ihrem "Märchenprinzen", einem Rockmusiker. Jung, kontaktfreudig und naiv kommt sie frühmorgens am Bahnhof Zoo an. Doch nun erst beginnt ihre eigentliche Reise: In der U-Bahn-Linie 1 lernt sie Menschentypen kennen, die ihr nie zuvor begegnet sind und die ihr eigentliches Reiseziel fast vergessen machen. Es sind der liebenswerte Gelegenheitsdealer Bambi (Gerhard Wagner), die Penner Erich (Gerd Ahrends), Schlucki (Volker Meyer) und Lola (Rita Malcharek), die unscheinbare Maria (Karin Schmidt), die zwei durchgeknallten Punkerinnen Risi und Bisi (Melanie Becker und Tanja Malcharek) oder auch eine Straßenmusikerin (Silvana Berwanger), die die Aufmerksamkeit des Mädchens erlangen und es immer weiter hineinziehen in das Leben der modernen Großstadt. Keine leichte Aufgabe, die Regisseurin Rita Malcharek der Truppe mit der Inszenierung des weltberühmten Singtheaters gestellt hat. Die Souveränität, mit der diese gelöst wurde, verdeutlicht die Qualität des Statt-Theater-Ensembles. Fast alle Schauspieler mussten - ähnlich dem herausragenden Dieter Meier - als Penner, alter Nazi, spießiger Ehemann und schleimiger Schnulzen-Sänger gleich in mehrere Charakter-Rollen schlüpfen. Lacher im Publikum und immer wieder begeisterter Szenen-Applaus zeigte den Spielern, dass sie den Kern ihrer Charaktere richtig getroffen hatten. Stehende Ovationen am Ende eines dreistündigen Theater-Marathons.
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Saarbrücker Zeitung, 18.09.2004


Auftakt der Neunkircher Literaturtage mit einer szenischen Lesung zu Monika Marons "Endmoränen" Von SZ-Mitarbeiterin Jennifer Klein

Die Neunkircher Literaturtage wurden mit einem Knaller eröffnet. Markus Müller erarbeiterte mit einem kleinen Ensemble eine szenische Lesung von Monika Marons "Endmoränen", die sehr gut ankam.

mit Sina Zimmermann und Sonja Schuler (Foto: Roger Paulet)Neunkirchen. "Endmoränen sind vor dem Rand eines vorrückenden Gletschers zu einem Wall zusammengeschobene Gesteine" - blechern zitiert eine Stimme aus einem etwas betagten Bandgerät die lexikalische Definition von "Endmoränen". Die Bühne in der gut besuchten Stummschen Reithalle ist in durchsichtige Plastikfolie verpackt wie einst Christos Reichtag, und erinnert irgendwie an einen überdimensionalen Eiswürfel. Im Inneren verbergen sich weiße Korbmöbel, ein runder Tisch, zwei Sessel, deren Rohrgeflecht beim Hineinsetzen bedenklich ächzt. Im Hintergrund zwei Banner mit stilisierten, blau-grünen Landschaften (Bühne/ Licht/ Ton: Markus Kumpf, Martin Schmitz, Klaus Müller, Beatrice Eiden). Eigentlich passiert nicht viel in Monika Marons Roman. Das Leben in Basekow, wo Johanna einen Sommer lang über ihren biographischen Standort sinniert, ist eher ereignislos: man unterhält sich, schreibt Briefe, hin und wieder kommt jemand zu Besuch, die Nachbarin, der Mann, die Tochter. Geschickt greift Markus Müller in seiner Inszenierung Monika Marons Tonfall beiläufiger Sachlichkeit auf; deutet durch einen Blick, eine auf die Schulter gelegte Hand eine Beziehung zwischen den Figuren an.

Sonja Schuler, Sina Zimmermann und Markus Müller (Foto: Roger Paulet)Eine glückliche Hand bewies Müller auch bei der Besetzung: Kerstin Kiefer und Sonja Schuler als junge und alte Johanna, Sina Zimmermann in einer Doppelrolle als Johannas Tochter Laura und als exzentrisch-kapriziöse Malerin Karoline Winter. Johannas Mann Achim "der Rücken") und den Brieffreund Christian P. verkörpert Markus Müller. Als "arroganter Russe" Igor glänzt Dieter Meier, wenn er mit wunderbarem russischem Akzent über den fehlenden Sex-Appeal deutscher Männer sinniert.

Kerstin Kiefer (Foto: Roger Paulet)Trotz der notwendigen Kürzungen hält Müller in seiner Inszenierung den Erzählbogen des Romans durch, und löst mit leichter Hand auch "die von Monika Maron gestellte Aufgabe, den tieferliegenden Humor in dem Text herauszuarbeiten" (Kulturgesellschafts-Chef Peter Bierbrauer).

Auch wenn der Zusammenbruch der DDR unumkehrbar ist, die Chance, "sich eine neue Biografie zu erfinden" (Johanna) vertan, und der Prozess des Alterns nicht aufzuhalten ist, so fährt Johanna dennoch nach Berlin zurück und fühlt sich "plötzlich verjüngt". Und leise klingt es durch den Saal: "Auferstanden aus Ruinen, und der Zukunft zugewandt". Der Rest geht im aufbrandenden Applaus unter; und Markus Müller hat sein Versprechen eingelöst, "einen eindringlichen und unterhaltenden Abend zu bieten, der Lust darauf macht, das Buch zu lesen."

Sonja Schuler (Foto: Roger Paulet)Trotz der notwendigen Kürzungen hält Müller in seiner Inszenierung den Erzählbogen des Romans durch, und löst mit leichter Hand auch "die von Monika Maron gestellte Aufgabe, den tieferliegenden Humor in dem Text herauszuarbeiten" (Kulturgesellschafts-Chef Peter Bierbrauer).
Auch wenn der Zusammenbruch der DDR unumkehrbar ist, die Chance, "sich eine neue Biografie zu erfinden" (Johanna) vertan, und der Prozess des Alterns nicht aufzuhalten ist, so fährt Johanna dennoch nach Berlin zurück und fühlt sich "plötzlich verjüngt". Und leise klingt es durch den Saal: "Auferstanden aus Ruinen, und der Zukunft zugewandt". Der Rest geht im aufbrandenden Applaus unter; und Markus Müller hat sein Versprechen eingelöst, "einen eindringlichen und unterhaltenden Abend zu bieten, der Lust darauf macht, das Buch zu lesen."



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Geht nach Hause, ihr Hühnchen !!_________________________________________
... Pierre im Neunkircher Musicalprojekt 2003
        
                    "The Casting"  

Regie Martin Leutgeb.

Überall in Neunkirchen hab ich den Pierre gegeben, und man hat mich geliebt!

Wenn Sie dabei waren, wissen Sie, was die anderen verpasst haben. Wenn Sie nicht dabei waren, fragen Sie einen der über 4000 Zuschauer in sechs ausverkauften Aufführungen.

Just remember:
             
              Someone is on your side,
              No one is alone !!



Die Jury und Miriam Maas,
Minu Bankston und Thomas Klein
als unsere Engel
Mit Helen Stork und
Elisabeth Zöllner als Jurymitglieder.

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... ein paar meiner bisherigen Rollen

Dudweiler Statt-Theater:

RolleStückAutor
Macheath, genannt Mackie Messer

Bene, (Karl Valentin)

Sam Leibowitz, Kidnapper


Hermann, Mücke, Passant,  Nazi, Kontrolletti, Witwe Agathe, u.a.

Bollmann

Prof. Habakuk Tibatong

George

Söller
Die Dreigroschenoper


Die Raubritter vor München

Der Tag, an dem der Papst
gekidnapped wurde

Linie eins (Musical)


Hoffmann’s Geschenke 

Urmel aus dem Eis (Musical)

Doppelfehler

Die Mitschuldigen 
Bert Brecht

Karl Valentin


Joao Bethencourt

Volker Ludwig 


Karl-Otto Mühl

Max Kruse

Barry Creyton

J. W. von Goethe
Brian Equator, Arthur Pewtey, der Holzfäller u.v.a.
Statt-Theater's Fliegender Zirkus
Monty Python
Der Tod und Pater LorenzoRomeo & JuliaWilliam Shakespeare
..nimm dieses Fläschchen dann mit Dir zu Bett, und trink den Kräutergeist, den es verwahrt... (Foto: Roger Paulet)
Grinsekatze und HutmacherAlice Lewis Carroll bearbeitet von Dimitrij Senatorow

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... und die freien Produktionen

Korn         Hat denn niemand Korn gesehn?      von Hans Bünte
              (Stadtverband Saarbrücken zum 200. Jahrestag des Schlossbrands)
Dr. Zwick  Komödie der Irrungen                      von William Shakespeare
              (Frozen Shakespeare Company, Universität Saarbrücken)
N3           1xNeptun und zurück                       von Wolf Buchinger
              (Einmannstück unter der Regie von Jürgen Reitz; 1999)
Tim Tooney                                                    von Alessandro Baricco
              Novecento - die Legende vom Ozeanpianisten 
              (Einmannstück, Regie Babett Landsberger, 2001)
Pierre       The Casting                                     von Martin Leutgeb
               (Neunkircher Musicalprojekt, 2003)
Merlin       Merlin - wir können auch anders         von Martin Leutgeb, 
               Musik: Andreas Puhl und Amby Schillo 
              (Neunkircher Musicalprojekt, 2004)

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... Regiearbeiten

Wer hat Angst vor Virginia Woolf (1994)             Edward Albee
Nichts als Kuddelmuddel (1999)                         Jürgen Hörner